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Ricarda
Nissen ist 79 Jahre alt und kämpft einen Kampf für viel
jüngere Frauen im fernen Afrika. Die alte Dame tut alles in
ihrer Möglichkeit stehende, um auf die archaische Tradition
der Beschneidung von Mädchen und jungen Frauen aufmerksam zu
machen, damit diese barbarische Sitte aus der Welt geschaffen werde.
Bis vor zwei Jahren noch wusste Ricarda Nissen nicht allzuviel über
das lebenslängliche physische und psychische Leid von Millionen
verstümmelter Frauen. Ihr Enkel David öffnete ihr die
Augen. Dessen Freundin Lena war in den Ferien mit ihrer Mutter,
der Görwihler Lehrerin Angelika Dahlin, in Tansania, um dort
die Soziologin Bassila Renju-Urasa zu unterstützen. Diese organisiert
in dem ostafrikanischen Land die Aufklärung gegen die Beschneidung,
die "Female genital mutilation" (FGM), um ihre Ächtung
zu erreichen. Das Entsetzen über die Folter, die so viele junge
Frauen über sich ergehen lassen müssen, um als würdige
Heiratskandidatin auf dem Brautmarkt zu bestehen, verarbeitete Lena
in einer Abiturarbeit. Auch den 20-jährigen David packte das
Grauen. Er schrieb seiner Großmutter: "Wir müssen
uns Hand in Hand dem Unrecht entgegenstellen."
Die 79-Jährige machte sich kundig und las unter anderem Lena
Dahlins Arbeit. "Mir hat es das Herz zerrissen". Die zeitlebens
agile, frühere Lehrerin, die in der Erwachsenenbildung unter
anderem auch Katecheten schulte und die es mit Dietrich Bonhoeffer
hält (..."Man muss dem Rad auch in die Speichen greifen"),
wollte nicht in "Entsetzen und unsäglicher Trauer"
verharren, sondern beim "Netzwerk Rafael" mitarbeiten.
Dieser Verein, dem auch die Familie Dahlin angehört, unterstützt
in Zusammenarbeit mit der Menschenrechtsorganisation "Terre
des femmes" die Aufklärungsarbeit der tansanischen Pioniere
gegen die Frauenverstümmelung mit Geld und Logistik.
Einmal aufgerüttelt, schrieb Ricarda Nissen einen Brief an
den Papst, mit der Bitte, sich des Problems anzunehmen. Denn, so
wurde der lebenserfahrenen Frau schnell klar, in den patriarchalischen,
nach strengen Hierarchien geprägten Gesellschaften Afrikas
kann nur etwas ausrichten, wer die Autoritäten überzeugt.
Dazu gehören auch Missionare. Eine ermutigende Rückmeldung
kam aus Zimbabwe von Bischof Dieter Scholz. Der Jesuit gibt sich
hoffnungsfroh, "dass dieser Unbrauch abgestellt wird",
wenn "Frauen und Mädchen vom Gesetz und den Kirchen unterstützt
werden". |
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| Ricarda
Nissen |
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| Auszug
aus dem Zeitungsartickel des Südkuriers vom 06.02.2007 |
| Der
gesammte Artikel ist HIER
zu lesen |
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| Petition |
Netzwerk
Rafael e.Verein schrieb mit Unterstützung von Ricarda Nissen
eine Petition. |
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Petition an die
Bundeskanzlerin |
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Anhang zur Petition
an die Bundeskanzlerin |
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Petitionsausschuss |
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Wir
baten folgende Politiker uns bei der Petition zu unterstützen: |
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Däubler-Gmelin,
Herta, SPD,DBT |
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Falk, Ines, stellv. der CDU/CSU-Fraktion |
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Lammert, Dr, Norbert, CDU,
Präsident des DBT |
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Lenke, Ina, FDP,DBT |
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Leutheusser-Schnarrenberger,
Sabine, FDP,DBT |
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Müller-Sönksen, Burkhardt,
FDP, DBT |
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Pau, Petra, Die Linke, Viezepräs.
DBT |
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Schewe-Gerike, Irmingard, Bündnis
90/ Die Grünen |
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telefonisch |
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Schmidt, Ulla, SPD, BMG, DBT |
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Süssmuth, Prof. Dr., Rita,
CDU,DBT |
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Wieczorek-Zeul, Heidemarie,
SPD, BMZ
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| Weitere Briefe |
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Ricarda Nissen
schrieb ebenfalls einen Brief an den Papst |
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Hier ist die Antwort aus dem
Vatikan zu lesen |
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"Über uns" |
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