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| MIAC
- Mara Inter African Committee |
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| Zusammengefasster
Bericht für den Zeitraum ab Gründung bis 2006
MIAC
wurde im Jahre 2002 als eigene Abteilung für die Region Mara
des Inter African Committee durch den Kilimanjaro Inter African
Committee (KIAC) gegründet.
Federführend waren Frau Juliet Chugulu, die Vorsitzende von
KIAC und Dr. Kebwe S.K. als Vorsitzender von MIAC. Der Sitz von
MIAC ist Bunda, Mara Region.
Folgende Aktivitäten hat MIAC seither unternommen:
- Sitzung
der Vereinsmitglieder von MIAC, um sich kennen zu lernen und sich
mit den Aufgaben des IAC vertraut zu machen.
- Sitzung
der Vereinsmitglieder zur Wahl des Vorstandes und zur Einführung
von MIAC bei der Verwaltung des Bezirks Mara.
- Einführung
von MIAC beim Bunda District Commissioner (Landrat) und Primary
Health Care Committee (District PHC = Gesundheitsbehörde).
- Vorstellung
von MIAC auf der unteren Verwaltungsebene in 10 Bezirken, um Problembewusstsein
zu schaffen und Unterstützung von den lokalen Meinungsführern
und den Dorfgemeinschaften zu erhalten.
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Jahr
2002: |
Gründung
von MIAC und Vorstellung wie unter 1. bis 3. beschrieben.
Versammlungen zur Aufklärung wurden in 10 Unterbezirken (wards)
abgehalten, und zwar in Kabasa, Mugeta, Mihingo, Hunyari, Kunzugu,
Guta, Bunda, Nyamuswa, Mucharo und Salama. |
| Jahr
2003: |
| Die
Aufklärungsarbeit wurde zielgerichtet fortgesetzt.
a) 76 Persönlichkeiten aus den Bezirken Guta (26), Mihingo
(24) und Mugeta (26) aus den Bereichen Ältere, Kirchen und
Meinungsführer wurden bei einer Versammlung mit dem Thema vertraut
gemacht.
b) 22 Lokale Aufklärer (peer educators) wurden in 11 Unterbezirken
der Gemeinden Guta, Mihingo und Mugeta gewählt.
c) 16 lokale Aufklärer wurden geschult.
d) 2 Fortsetzungsveranstaltungen (follow-up) wurden durchgeführt.
e) 3 Fahrräder wurden gekauft, damit die lokalen Aufklärer
die weitläufig wohnenden Dorfbewohner besser erreichen können.
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| Jahr
2004: |
| Im
Jahr 2004 fanden keine neuen Aktivitäten statt, da weder KIAC
noch RAFAEL Geld zur Verfügung gestellt hatte.
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| Jahr
2005: |
| In
diesem Jahr gab es 2 Schwerpunkte der Arbeit:
1) Die Aufklärung an den Grundschulen (primary schools, bis
8. Klasse) wurde verstärkt.
2) Ein Büro wurde gemietet und teilweise möbliert.
Zu 1):
- 36 Schüler von Grundschulen
und 18 Lehrer von Grundschulen wurden in einer dreitägigen
Schulungsveranstaltung unterrichtet.
- An den 9 Grundschulen
wurden Sara Clubs mit jeweils 8 Mitgliedern gebildet mit jeweils
2 Lehrern/Lehrerinnen, um einen Multiplikationseffekt der Aufklärung
zu erreichen.
- 6 Schulen im Bezirk Hunyari
wurden in das Aufklärungsprogramm neu aufgenommen. 24 lokale
Aufklärer (peer educator) und 12 Lehrer wurden in dreitägigen
Seminaren geschult.
- Fortsetzungsveranstaltungen
(follow-up) wurden mit 24 Mitgliedern von Sara Clubs und 12 Lehrern/Lehrerinnen
wurden durchgeführt.
- 7 Vereinsversammlungen
von MIAC wurden durchgeführt, um den Stand, das weitere Vorgehen
und die Fortschritte zu besprechen.
Zu 2):
- Im Büro wurde die
Decke hergerichtet.
- 2 Tische, 4 Stühle
und 5 Plastikstühle wurden gekauft.
- Ein Auto wurde gemietet,
um die Aufklärungsarbeit vor Ort weiterzuführen und
um die Mitglieder von Netzwerk RAFAEL in die Orte der Aufklärungsveranstaltungen
zu fahren.
- Ein Wachmann wurde eingestellt,
um das Büro zu bewachen.
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| Jahr
2006: |
1)
Die Büroausstattung wurde vervollständigt. Gekauft wurden:
Computer und Zubehör, Fotokopierer, Drucker, Gleichrichter zum
Ausgleich der Spannungsschwankungen im Stromnetz, Kabel.
2) Der Stromanschluss wurde gelegt.
3) 4 Vereinsversammlungen wurden abgehalten
4) Fortsetzungsveranstaltungen (follow-up) für die lokalen Aufklärer
wurden an 4 Terminen durchgeführt
Besuche durch Netzwerk-RAFAEL-Mitglieder
fanden statt:
1) 2002: Erika Burchard und Wolfgang
Engmann
2) August 2005: Angelika Dahlin, Claes Göran Dahlin
3) Oktober 2005: Veronika Hellwig, Angelika Dahlin
4) Juli 2006: Veronika Hellwig, Ursula Müller-Wenk, Christian
Schnapauff
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| Herausforderungen:
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| Durch
die bisherige Aufklärungsarbeit scheint ein beeindruckender
Wandel in der Praxis der Mädchenbeschneidung eingesetzt zu
haben. Die Durchführung beschränkt sich jetzt in vielen
Fällen auf ein Anritzen der Klitoris. Aufgrund der tiefverwurzelten
Überzeugungen der Dorfbevölkerung ist eine vollständige
Abschaffung der Praktik jedoch noch nicht gelungen. Einige Ethnien
praktizieren die Beschneidung jetzt heimlich nachts. Andere praktizieren
die Beschneidung jetzt bei sehr jungen Mädchen bis hin zu Babies.
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| Weitere
Ziele: |
| 1)
Aufstellung eines Strategie-Plans, um andere Behörden und wichtige
Menschen mit ein zu beziehen.
2) Weitere Förderung der Sara Clubs.
3) Erweiterung des Aufklärungsgebietes in andere Distrikte
und in den Verwaltungsbezirk Serengeti.
4) Mobilisierung von Jugendlichen, eine aktive Rolle in der Aufklärungsarbeit
zu übernehmen.
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